Sonntag, 3. August 2014

"Our story" Kapitel 3 - auf geht's

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es Kapitel 3. Auch hier freue ich mich über jeden einzelnen Kommentar, mit einer Idee für den nächsten Teil. 

Viel Spaß

... Als alle Fragen gestellt wurden, packen die anderen Leute hier im Raum ihre Sachen und gehen in Richtung Information.

Jetzt muss ich mich beeilen wenn ich in 2 Wochen an der Reise teilnehmen möchte. Wie mache ich das mit den 2.500 Euro? Ich könnte mir für die zwei Wochen einen Aushilfsjob holen und der Rest? Ich habe ja immer noch das Geld vom aufgelösten Bausparvertrag. Das Haus mit Alex ist ja jetzt wohl überflüssig.

Nun warte ich mit weiteren 13 Teilnehmern in der Eingangshalle des Hotel Berlins auf unsere vier Guides. Außer mir sind noch drei weitere Frauen dabei. Ich würde sie mal so auf meinem Alter einschätzen. Die Männer, das ist schwer einzuschätzen, da ist es eher etwas gemischt. Manche sind mein Alter und einige sind auch wesentlich älter, ein Teil etwas sportlich und ein Teil sieht etwas unsportlich aus, aber das heißt ja nichts.

Nach einem 16 Stunden Flug sind wir auf dieser kleinen französischen Insel in der Nähe von Madagaskar angekommen. Wir haben mittlerweile 12 Uhr mittags, die Sonne ist schon sehr heiß und die Luft ist etwas feuchter als in Deutschland. Ich bin hundemüde und würde eigentlich gerne eine Runde schlafen.

"So, wir sind angekommen. Auf dem Flug hierhin haben wir ja schon eine kleine Kennenlernrunde gestartet. Auf unseren Wanderungen werden sich mit Sicherheit die ein oder anderen Gruppen bilden, aber bitte bleibt immer zusammen und wenn wir an einem Punkt angelangt sind zum Kettern, Springen etc. ist es wichtig, dass ihr alle da seid, zuhört und falls ihr was nicht verstanden habt, nachfragt. Denn es muss sichergestellt sein das ihr die Techniken verstanden habt. Je länger wir unterwegs sind desto höher und steiler werden die Berge. Unterstützt und helft euch gegenseitig, so weit wie es nur geht. Heute das Stück wird es schon mal in sich haben. Von Tag zu Tag werdet ihr euch dran gewöhnen. Der ein oder andere Schweinehund wird sich bei euch mal melden." 

Das waren ja mal aufmunternde Worte von Ray, unserem Guide. 

Das Flughafengelände verlassend, mit unseren Rucksäcken auf dem Rücken, gehen wir noch ein Stück die Küste entlang. Dann bewegen wir uns direkt in Richtung des grünen Berges. Der Weg fängt bereits in der Stadt an steil zu werden. So langsam bilden sich ein paar Gruppen, damit man sich untereinander etwas näher kennen lernt. Eine Gruppe, die letzte Gruppe, bilden wir vier Frauen. Katrin ist ein bisschen älter, braune Haare, sehr sportlich, von Beruf Creative Direktor bei einer Firma in Berlin. Sarah ist die Jüngste, sie hat diesen Monat ihr Sportstudium erfolgreich abgeschlossen. Lilli, ist in meinem Alter, blonde Haare, etwas kräftiger und arbeitet in einem Hotel. Sie hat wie ich, auch eine Trennung durch gemacht und braucht nun etwas Abwechslung.

Nach ca. zwei Stunden sind wir am Ende der Stadt angelangt und es ist nur noch grün vor uns zu sehen. Wir gehen den Weg weiter entlang, der zwischen den Bergen entlang führt. Es ist gewaltig. Die Berge werden immer größer. Das Meer was man bis vor kurzem hinter uns gesehen hat, wird immer kleiner. Der Horizont ist kaum noch zu erkennen. Je weniger man den Horizont noch erkennen kann, desto dunkler und kälter wird es zwischen den beiden Bergen. Der Weg wird immer steiler und anstrengender. Mittlerweile bin ich mich nur noch mit Lilli am unterhalten. Wir beide sind gerade so außer Atem, das wir nicht mehr viel sprechen können. Seit unserer Ankunft sind schon 5 Stunden vergangen. So langsam kommt auch ein Hunger- und Durstgefühl. Ich frag mich wie weit wir noch gehen, wann wir was essen und wann wir unseren Schlafplatz erreichen. 

Wir legen einen Zwischenstopp ein, um etwas zu trinken und um die Rucksäcke abzulegen. Jens unser Guide, klärt uns über den Verlauf des restlichen Tages auf. "Nach unserem Zwischenstopp gehen wir noch bis zum Ende dieses Weges, dort ist eine größere Wiese, dies ist unser Ziel für heute. Dort werden wir unsere Zelte aufschlagen. Morgen früh können wir von dort schon mal ein paar kleinere Passagen hochklettern, damit wir auf dem Berg unsere Tour weiterführen können. Unser heutiges Ziel ist so ausgelegt, dass wir euch dort schon mal zeigen werden wie man Feuer macht und was zu beachten ist. An jedem unserer Ziele gibt es eine Zauberkiste, in unserer heutigen Zauberkiste wird auch etwas zum Essen und zum Trinken dabei sein, welches wir uns am Feuer zubereiten können. Bis zu unserem Ziel sind es noch circa zwei Stunden."

Nachdem wir unser riesiges Zelt aufgeschlagen haben und in Töpfen über dem Feuer uns den Reis aus der Zauberkiste zubereitet und verschlungen haben gehen wir alle schlafen. Das Zelt ist riesig, wir schlafen alle zusammen in diesem Zelt. Wir Frauen haben uns nach ganz hinten gelegt, weil wir uns dort etwas sicherer fühlen. 

Am nächsten Tag, wohl erholt, wird sich noch der Rest Reis gemacht und das Zelt eingepackt. Kai weist uns in die Kletterausrüstung ein, welches in der Zauberkiste liegt. 

Am Berg sind jeweils so Hacken im Abstand von ein paar Metern und dazwischen ein Stahlseil. Mit unseren zwei Karabinerhacken müssen wir jeweils an diesem Stahlseil entlang. Sobald man den nächsten Hacken, mit dem nächsten Stahlseil erreicht hat, muss man sich umhacken und der Nächste ist an der Reihe. Es dürfen keine zwei Leute am gleichen Stahlseil sein. Falls mal etwas passieren sollte, gibt es immer noch ein zweites Stahlseil oben drüber, dort kann sich der Guide befestigen. 

Meine Beine werden immer wackeliger, je höher es geht. Es ist noch nicht mal die Hälfte des Berges geschafft. Ich hätte nicht gedacht, dass es doch so schwer ist mit der Höhe und dem Klettern. Der Weg, welchen wir hier entlang gehen, ist genau so breit wie mein Schuh. Danach geht es hunderte Meter tief hinunter. Zwischendurch müssen wir dann ein Stück Felswand hochklettern, welche zum nächsten Teil des Weges führt. Als Nächstes kommt wieder ein Kletterstück. Vor diesem Kletterstück staut es sich immer etwas. Die Zeit kann ich nutzen um meine Beine mal etwas zu entspannen. Hinter mir ist Mike, mit ihm konnte ich mich eben bereits unterhalten als wir vor dem letzten Kletterstück warten mussten. Er hat vor ein paar Jahren, so eine Tour schon mal mit gemacht, er hat es mit dem Klettern also echt drauf. Er arbeitet in einer großen Firma in Berlin, zwischendurch braucht er etwas Action um den Alltagsstress abbauen zu können. 

Dieses Kletterstück muss es wohl in sich haben, es ist das größte Stück bisher. Es führt ziemlich weit nach oben. Ich musste auch ziemlich lange warten bis ich an der Reihe bin. Insgesamt sind dort zwei Seile angespannt, so dass ein Guide immer nochmal hoch oder runter klettern kann. Ray hängt in Mitten der Felswand weil er eben einem von uns etwas helfen musste. Je näher ich der Felswand komme, desto wackeliger werden meine Beine. Wie soll ich da nur hochkommen wenn ich jetzt schon kaum Kraft in den Beinen habe.

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